November 29, 2022

Martin Dorn - Der Autoservice im Allgäu

Euer Autoservice im Allgäu

30.9.2022 Oberpfalz. KAINZMÜHLE, GEMEINDE TÄNNESBERG, LKRS. NEUSTADT A.D.WALDNAAB. Seit der Bergung des Audi 100 Coupe S Mitte Juli 2022 aus dem Pfreimdstausee bei Kainzmühle, Gemeinde Tännesberg, Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab, ermittelt die Polizeiinspektion Vohenstrauß, um Hinweise zu diesem Fahrzeug zu erlangen.

Seit dem ersten Presseaufruf am 15.09.2022 gingen bei der Polizeiinspektion Vohenstrauß bundesweit über 30 Mitteilungen und Hinweise ein. Wie immer mehrmals betont, werden sämtliche Hinweise, so skurril diese im ersten Moment für den Hinweisgeber auch erscheinen mögen, bewertet, hinterfragt und überprüft.

Zwar kann nach zwei Wochen intensiven Ermittlungen und Recherchen noch kein abschließendes Ergebnis präsentiert werden, jedoch ergaben sich einige Hinweise für neue Ansätze für die weiteren Ermittlungen.

Aktueller Sachstand:

Beim aufgefundenen Audi 100 Coupe S handelt es sich um ein Fahrzeug des Baujahres 1973, welches im Oktober 1973 durch die AUDI NSU AUTO UNION AG an das Autohaus Ost GmbH, Straubinger Straße 34, 8423 Abensberg, ausgeliefert wurde.

Wie richtigerweise mehrere Mitteiler angegeben haben, handelt es sich hierbei um ein „Face-Lift-Modell“, welches ausschließlich im Zwölfmonatszeitraum von September 1973 bis August 1974 gebaut wurde.

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Die Gewerbeabmeldung des Autohauses Ost GmbH erfolgte zum 31.08.1977.

Der Geschäftsnachfolger, das Autohaus Baumer KG, Abensberg, wurde hinreichend über etwaige Unterlagen aus der Betriebszeit des Autohauses Ost GmbH befragt. Es konnten ihrerseits keinerlei Unterlagen aus dieser Zeit beigebracht werden. Es sind keine Unterlagen mehr vorhanden.

Das Fahrzeug ist mit einem Schaltgetriebe (4 Gänge + Rückwärtsgang) sowie schwarzer Innenausstattung ausgestattet. Weitere Sonderausstattungen waren werkseitig nicht geordert und deshalb auch nicht verbaut.

Die damalige Farbbezeichung lautete wie bereits bekannt „coronagelb“, hierbei handelt es sich um eine Sonderfarbe, welche nur gegen Aufpreis erhältlich war.

An den Heckkotflügeln waren Schmutzfänger angebracht.

Schwarze Rallyestreifen waren durchgehend an beiden Fahrzeugseiten aufgeklebt.

Bei der auf dem linken Kotflügel angebrachten Antenne handelt es sich um keine Serienausstattung, sondern um ein Original Zubehör von Audi, welches nachträglich angebaut wurde (deshalb nicht auf der Rekonstruktion darstellbar).

Der im Kofferraum aufgefundene Ersatzreifen passt nicht zum aufgefundenen Fahrzeug, was aufgrund der verwendeten Reifengröße ermittelt werden konnte.

Die Baureihe war besonders im Bereich der Motorhaube und der Türen anfällig gegen Rost. Diese Teile wurden jedoch laut Auskunft eines Hinweisgebers nicht ausgewechselt und befinden sich noch im Originalzustand.

Nun zu den weiteren Fragen der Ermittler der Polizeiinspektion Vohenstrauß, welche sich in den letzten beiden Wochen ergeben haben:

Wer hat im Zeitraum von 1973 bis 1983 im Autohaus Ost GmbH (Abensberg) gearbeitet?

Wer kann Angaben zum damaligen Verkauf / Kauf / Reparatur / Kundendienste des Audi Coupe S geben?

Wurde das Audi Coupe anschließend weiterverkauft? Falls ja, an welche Person.

Aufgrund des amtlichen Kennzeichens mit Zulassungsbezirk SAD für Schwandorf erbittet die Polizeiinspektion Vohenstrauß um Beantwortung weiterer Fragen:

Wer hat im Zeitraum von 1973 bis 1983 in einem AUDI NSU Autohaus im Landkreis Schwandorf gearbeitet?

Wer kann sich als Mitarbeiter in dieser Zeit an dieses Fahrzeug mit den markanten schwarzen Rallyestreifen erinnern?

Wurde dieses Fahrzeug in einem dieser Autohäuser repariert, daran Kundendienste oder Hauptuntersuchungen durchgeführt?

(Quelle: Bayerische Polizei)

Da angenommen werden kann, dass in den 1970er Jahren zahlreiche „Oberpfälzer“ ihre Heimat in Richtung Ballungsräume verlassen haben, ist auch das Wissen über damalige Fahrzeugbesitzer von Audi 100 Coupe S mit „weggezogen“. Bei diesem Personenkreis sehen wir großes Potential an möglichen Hinweisen zum damaligen Fahrerkreis eines coronagelben Audi 100 Coupe S.

Zum aktuellen Ermittlungsstand kann ein Kapitaldelikt weder bestätigt noch ausgeschlossen werden.

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